Category Archives: Allgemein

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Bleichert – Kalender 2018

Der Bleichert Kalender 2018: Die Predigtstuhlbahn 

Zum Anlass ihres 90-jährigen Jubiläums (1928 – 2018) ist dieser Kalender der berühmten Predigtstuhlbahn gewidmet.

Sie ist die „Grand Dame der Alpen“ und gilt als die älteste im Original erhaltene und ganzjährig verkehrende Personenseilschwebebahn der Welt in Bad Reichenhall (Oberbayern/Deutschland)

Seit ihrer Inbetriebnahme am 1. Juli 1928 wurde die Seilbahn nie umgebaut oder grundlegend modernisiert, ausgenommen sicherheitstechnische Anpassungen.

Die Predigtstuhlbahn wurde von der einst weltweit führenden Seilbahnfirma aus Leipzig-Gohlis Adolf Bleichert & Co. – Personen-Drahtseilbahnbau GmbH (Bleichert Personenseilbahnen Auftragsregister: Bestellung 16.06.1927 – Anlage Nr. 3060) nach dem System „Bleichert-Zuegg“ erbaut.

Eine Sensation damals und ein unvergleichliches Vermächtnis heute sind die drei markanten Betonstützen und die zwölfeckigen „Pavillon“ Kabinen. Diese bieten Platz für 25 Passagiere und den Begleiter, dazu auch eine herrliche Panoramasicht.

Die Predigtstuhlbahn steht seit 2006 unter Denkmalschutz und wurde 2013 von der Josef & Merga Posch übernommen und seitdem, mitsamt Hotel und Gastronomie, betrieben.

Bemerkung:

Hier ist der Kalender im PDF-Format hinterlegt und kann von jedem interessierten eigenständig für die Selbstnutzung (ausgeschlossen kommerzielle Benutzung) auf „print-on-demand“ Basis über Kalender Online Anbieter (z.B. www.cewe-print.de) bestellt werden und zugesandt  bekommen.

PDF:  Bleichert Kalender 2018 (15 Seiten)

PDF:  Bleichert Calendar 2018 (eng.)  (deutsch/englische zweisprachige Version)

Daten und Fakten:

Seilbahntechnik und Kabinen:       Bleichert Personenseilbahn GmbH

Betriebssystem:                                 Bleichert-Zuegg

Fahrbahnlänge:                                 2.380 Meter

Längste Spannweite des Seils:       990 Meter

Talstation:                                          476 Meter (ü.M.)

Bergstation:                                        1.583 Meter (ü.M.)

Betonstützen (Höhe):                       3 (I: 22 Mt. – II: 32 Mt. – III: 9 Mt.)

Fahrgeschwindigkeit:                       3,5 bis 5 m/s

Förderleistung:                                  150 Passagiere pro Stunde

Fahrzeit:                                              8,5 Minuten

Steuerung:                                          Manuell durch Maschinisten

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Titelbild: Bleichert „Predigtstuhlbahn“ (Poster 1928)

Text u. Bilder: Hartmut von Bleichert

Gestaltung u. Reproduktion: Hartmut von Bleichert

Vorlagen für Reproduktionen: Verschiedene Autoren

Übersetzung ins englische des Kalenders: Rolf von Bleichert 

Die Predigtstuhlbahn in Bad Reichenhall (Oberbayern / Deutschland), eine der vielen Personenseilbahnen, die durch die im 20. Jahrhundert weltweit berühmteste Drahtseilbahnfirma Adolf Bleichert & Co. nach dem System Bleichert-Zuegg erbaut wurde.

Weitere Personenseilbahnen von Adolf Bleichert & Co. in Europa und Übersee erbaut:


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100 Jahre Kleingartenverein – KGV „Seilbahn“ e.V. Leipzig

Kleingartenverein – KGV „Seilbahn“ e.V. 

Die Bleichert & Co. Seilbahnfirma und deren Inhaber und Vertreter, somit die Familie (von) Bleichert, war auf verschiedener Art und Weise und in unterschiedlichen Bereichen, sowohl sozial als auch kulturell eingestellt.

So hat die Familie (von) Bleichert mehrfach wohltätige Einrichtungen gegründet und finanziell unterstützt.

Diese wurden vor allem für die Belegschaft und deren Familien gedacht, aber es gab auch Initiativen, welche der Bürgerschaft von Leipzig-Gohlis zu Gute kamen.

1917 wurde auf landwirtschaftlich nutzbaren Flächen von ca. 76 ha, die von der Firma Bleichert & Co. erstanden worden waren, eine Schrebergärtenanlage für die Angestellten geschaffen, diese waren und sind in Leipzig üblich und weit verbreitet.

2017 feiert der Kleingartenverein – KGV „Seilbahn“ e.V. an der Max-Liebermann Strasse 91-93 in Leipzig-Gohlis ihr 100 jähriges Bestehen.

Zum Anlass fand als „Höhepunkt des Vereinslebens“, am Samstag den 24. Juni 2017 eine Gedenkfeier statt. Am selben Tag wurde auch  der  26. Tag des Gartens der Stadt Leipzig ausgetragen.

Wie aus dem Programmablauf zu ersehen war, hatten die Vereinsmitglieder beschlossen, zu Ehren der Gebrüder Max und Paul von Bleichert ein Denkmal  zu enthüllen und einzuweihen.

Stadtverband Leipzig der Kleingärtner (bericht vom 24. Juni 2017): 26. Tag des Gartens im KGV „Seilbahn“

Ein weitreichendes Rahmenprogramm wurde an diesem besonderen Tag angeboten, welches bereits um 09:30 mit einem Aufmarsch des Spielmannzuges durch das Wohngebiet begann und bis spät in den Abend reichte, wo es mit einem Feuerwerk würdig abgeschlossen worden ist.

 

Ein Bleichert Nachfahre (Michael von Bleichert) überreicht, zum Anlass der Einweihung des Denkmals, ein Geschenk an den Vorsitzenden des KGV „Seilbahn“ e.V. (Lars Fach)

Heiko Rosenthal, Bürgermeister von Leipzig im Gespräch mit Hartmut von Bleichert (Ur-Enkel von Max von Bleichert) und Michael von Bleichert (Enkel von Max von Bleichert) im Kleingartenverein KGV „Seilban“ e.V. Leipzig am 24 Juni 2017

Link: Kleingartenverein-Seilbahn    –    PDF:  KGV Seilbahn Programm 24. Juni 2017

Für weitere Informationen zum Festtag kann man sich in der Webseite des Kleingartenverein KGV „Seilbahn“ e.V. erkundigen ⇒ Kleingartenverein-Seilbahn !

Gartenanlage – Plan

KGV Seilbahn Leipzig – Google Map


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Bleichert – Kalender 2017

Der Bleichert Kalender 2017:

Bilder zur Bleichert „Eidechse“ – dem genialen Elektrokarren und Vorläufer des modernen Elektrogabelstaplers.

Der Elektrokarren „Eidechse“ der Firma Bleichert

Der Elektrokarren „Eidechse“ war ein niedriges Kleinfahrzeug auf vier Rädern mit Vollgummibereifung und einer Plattform als Transportfläche. Der Antrieb erfolgte durch zwei Motoren, die sich unter der Ladefläche in einem Kasten befanden und von Akkumulatoren gespeist wurden.

Der Elektrokarren konnte auch so gefahren werden, daß sich der Fahrerplatz mit der Schalt- und Bremseinrichtung vorn befand. Später gab es eine Vollverkleidung für den Fahrer, die sogar mit Dach versehen war.

Die Besonderheit der „Eidechse war die patentierte Trittbrettlenkung durch das Körpergewicht des Fahrers. Dieser bestimmte durch das Wippen des Trittbrettes die Fahrtrichtung. Die Fahrgeschwindigkeit betrug anfangs 8 km/h und wurde später auf 16 km/h gesteigert.

Die „Eidechse wurde anfangs in zwei Größen für 750 kg und 1.500 kg Nutzlast und in unterschiedlichen Bauarten hergestellt. Der Grundtyp war der Plattform-Elektrokarren (Baureihe EK).

Die Bezeichnung als „Eidechse leitete sich von der lebenden Eidechse ab und sollte die Wendigkeit beim Fahren ausdrücken. Der Elektrokarren wurde um 1920 entwickelt. 1923 ließ die Firma Bleichert beim Deutschen Patentamt in Berlin die Bezeichnung „Eidechse in die Warenzeichenrolle eintragen.

Eine erste ausführliche Beschreibung der „Eidechse befindet sich in der Festschrift von 1924 zum 50jährigen Jubiläum der Gründung der Firma Bleichert.

Die „Eidechse war vielseitig nutzbar. Sie kam vor allem im innerbetrieblichen Transport von Kleinteilen in Industriebetrieben, bei der Eisenbahn auf Bahnhöfen für den Gepäcktransport, bei der Post im Paketumschlag, in öffentlichen und kommunalen Einrichtungen (Krankenhäusern, Schlachthöfen, Molkereien) und in der Stadtreinigung zum Einsatz.

Die „Eidechse war weltbekannt. Sie dürfte neben der Drahtseilbahn das bekannteste Produkt der Firma Adolf Bleichert & Co. gewesen sein.

Heute ist dieses Transportmittel aus der Öffentlichkeit verschwunden.

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Nachdem der Bürgerverein Gohlis e.V.  keinen Bleichert Kalender 2017 entworfen hat, haben sich Bleichert Familienmitglieder entschlossen für das Kalenderjahr 2017 selber einen Bleichert Kalender herauszugeben. Das Thema viel auf die Produktsparte der Elektrokarren, die auch einen wichtigen Bestandteil in der leipziger Industrieproduktion hatten.

 

Titelbild: Bleichert „Eidechse“ Katalog 1936 (Breitkopf & Härtel – Leipzig)

Text u. s/w Fotos: Dr. Manfred Hötzel – Leipzig (Artikel zur „Eidechse“)         

Gestaltung und Reproduktion: Hartmut von Bleichert – Rom            

Vorlagen für Reproduktion: Privatarchiev Rolf von Bleichert, Florida USA

Herstellung: Press Up Srl – Rom

 

 

 


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Neuer Betreiber für das „Heinrich-Budde-Haus“

Das „Heinrich-Budde-Haus“  hat einen neuen Betreiber

Ab 1. Januar 2017 wird die ehemalige Bleichert „Villa Hilda„, die einst um 1890/91 Adolf Bleichert, Gründer der ehemalig weltweit bekannten Drahtseilbahnfirma Bleichert & Co, erbauen ließ, wieder einen neuen Betreiber erhalten.

Das „Heinrich-Budde-Haus“, seit 1956 so nach dem Widerstandskämpfer benannt, soll nun vom FAIRbund e.V.  als sozialkulturelles Zentrum weitergeführt werden.

Eine Infoveranstaltung mit dem neuen Betreiber FAIRbund e. V.  fand am Montag, den 5. Dezember 2016 im Bürgerverein Gohlis e. V. Lindenthaler Straße 34, Leipzig statt. Dort wurde das zukünftige Projekt bzw. Konzept vorgestellt.

Wie der FAIRbund e.V. angekündigt hat, laden sie alle interessierten Bürger am 22.01.2017 zwischen 10 und 18 Uhr ein, das Haus und Gelände zu erkunden, mit dem neuen Betreiber ins Gespräch zu kommen und einen schönen Tag im „Heinrich-Budde-Haus“ zu haben. Nähere Informationen zum Ablauf und den geplanten Aktionen folgen in Kürze.

Weitere Informationen dazu und zum FAIRbund e.V. finden sie unter folgenden Links: Gohlis Info und Verein – Fairbund !

 


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„Heinrich-Budde-Haus“ Leipzig-Gohlis

Ausschreibung Interessenbekundung zur Betreibung des „Heinrich-Budde-Hauses“ in Leipzig-Gohlis

Die Stadt Leipzig, Kulturamt, beabsichtigt zum 01.01.2017 die kulturelle Betreibung des Heinrich-Budde-Hauses, Lützowstraße 19, 04157 Leipzig in freie Trägerschaft zu vergeben.

Vorgeschichte:

Die Villa „Hilda“ wurde 1890/91 von der Famile und Unternehmer  Adolf Bleichert zu Wohnzwecken erbaut. Nach 1927 kam die Villa in den Eigentum der Familie Karl Mende. Sie wurde während des Dritten Reichs enteignet und ab 1956 erfolgte der Umbau zu einem Betriebskulturhaus. Entsprechend einem Antrag aus der Bürgerschaft erwarb die Stadt Leipzig im Jahr 1993 Haus und Grund und vermietete die Liegenschaft an den Förderverein Heinrich-Budde-Haus e. V.

Im Laufe der Jahre wandelte sich der konzeptionelle Ansatz des Vereins hin zum ausschließlichen Wahrnehmen von Verwaltungs- und Koordinierungsfunktionen. Dieser Ansatz hat sich jedoch auf Dauer nicht als tragfähig erwiesen, so dass die Bewirtschaftung seit dem 01.09.2014 durch das Kulturamt erfolgt.

Für weitere Informationen siehe die Webseite:   www.leipzig-de   Ausschreibung !

 

 

Zur ehemaligen Villa „Hilda“ und ihrer Geschichte wurde 1999 ein Buch (Gohliser Historische Hefte 4) mit dem Titel „Von der Villa Hilda zum Klubhaus Heinrich-Budde“ von Seiten des Fördervereins Heinrich-Budde-Haus e.V. und dem Bürgerverein Gohlis e.V. verfasst, mit Beiträgen verschiedener Autoren, darunter auch Herr Dr. M. Hötzel.

 

 

 


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Bleichert – Industrieruinen „Lost Places“

Die Bleichert Werke in Leipzig-Gohlis sind nach dem Mauersturz von 1989 bzw. der Wiedervereinigung deutschlands und der darauf folgenden Liquidierung des ehemaligen, dort noch aktiven, Staatsbetriebes (Volksbetrieb) um 1993 langsam , aber stätig in Verlassenheit geraten.

Erst nachdem, durch die  „Treuhandanstalt“ die Eigentumsrechte, des seit 1954 im Volkseigentum stehenden Unternehmen dieser ursprünglichen Bleichert Fabrik, geklärt worden waren und das gesamte Betriebsgelände mit ihren Industriehallen und Zivielbauten an neue Inhaber, d.h.  an Immobilieninvestoren veräußert wurde, konnte an ein Zukunftsprojekt, der mittlerweile unter Industriedenkmalschutz gestellten Fabrik- und Verwaltungsgebäude, gedacht werden.

In der Zwischenzeit sahen die Fabrikhallen immer mehr nach Industrieruinen aus ! Folgende Fotoreportagen und filmische Aufnahmen verschiedener Autoren liefern eine beeindruckende Einsicht und überliefern den nachfolgenden Generationen ein historisches Zeitdokument:

Link 1:   MDR_Figaro_Faszination Industrieruinen

Link 2:  The Lost Places > A. Bleichert Fabrik Leipzig-Gohlis

Youtube:  Verlassen: Fabrik Bleichert Leipzig-Gohlis

Seit 2014 ist geplant auf dem ehemeligen Werksgelände der Firma Bleichert & Co. in Leipzig-Gohlis ein modernes Loft- Residenz- und Büroviertel entstehen zu lassen. Die Fertigstellug ist für 2016 vorgesenen.

Link 3:  CG-Gruppe Immobilien

Die Renovierung der alten Industriefassaden, welche unter Denkmalschutz stehen, aber vorallem der Neubau von modernen Wohn- und Büroeinheiten, auf dem Gelände der ehemaligen Firma Bleichert & Co. , nimmt allmählich Form an. Dessen Fertigstellung bedarf sicherlich noch längerer Realisierungszeiten, die höchstwahrscheinlich über das Jahr 2016 hinaus gehen werden.

Einige Ansichten von Februar 2016:

PDF:  Broschuere – Teil A – Haus 3


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Bleichert Elektrokarren „Eidechse“ (Augsburg)

Elektrokarren:

  • Firma PHB Pohlig Heckel Bleichert AG
  • Typ: Eidechse ESW 602
  • Serien Nummer: 156 449
  • Baujahr:1967

Diese „Eidechse“  ist noch vorhanden und ist im Gaswerksmuseum Augsburg (www.gaswerk-augsburg.de/fahrzeuge) ausgestellt und seit Juni 2015 wieder fahrbereit.   Die Geschwindigkeit beträgt etwa 10 km/h.   Der Strom bei höchster Geschwindigkeit und gerader Straße beträgt etwa 25-35 Ampere.

Foto:  Bleichert Elektrokarren „Eidechse“ – Baujahr 1967

Geeignet zum Transport kleinerer Teile (ähnlich den Kofferwägen bei der Bahn, am Flughafen oder wie bei Fa. MAN). Der Wagen wird mit einem eingebauten Bleiakku (20 Zellen zu je 2 Volt- gesamt 40 Volt) angetrieben.

Daten: 

  • Zulässiges Gesamtgewicht: 1800kg
  • Zul. Achslast vorne: 900 kg
  • Zul. Achslast hinten: 900 kg
  • Trittbrettlenkung
  • 3 Stufen Vorwärts, 3 Stufen Rückwärts und Motorbremse (Fährt also in beide Richtungen gleich schnell) (Fahrstufenschalter links)
  • Totmannschalter (rechts)
  • Anhängerkupplung

Link: Unter Youtube gibt es ein Video von der Eidechse im Betrieb:  Elektrowagen „Eidechse“


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