Bleichert – Kalender 2019

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Bleichert – Kalender 2019

Der Bleichert Kalender 2019: Die Table Mountain Aerial Cableway

Zum Anlass ihres 90-jährigen Jubiläums (1929 – 2019) ist dieser Kalender der prächtigen Table Mountain Aerial Cableway (Tafelberg-Seilbahn), der ersten Personenseilbahn Südafrikas bei Kapstadt, gewidmet.

Die Realisierung der ersten Personenseilbahn auf den Tafelberg wurde der einst weltweit führenden Seilbahnfirma Adolf Bleichert & Co. aus Leipzig (Deutschland) anvertraut. Ref. Drahtseilbahn-Kundenregister: Bleichert Anlage Nr. 3013, Datum der Bestellung 16.11.1926.

Der Bau der Anlage, einschließlich der Talstation und der Bergstation benötigte einen Zeitraum von über zwei Jahren. Die Tafelberg-Seilbahn war aber schon Anfang 1929 fertiggestellt worden und wurde schließlich am 4. Oktober 1929 offiziell eingeweiht und zur öffentlichen Benutzung freigegeben.

Sie ist seit ihrer Entstehung im Jahr 1929 mehrfach, d.h. drei Mal erneuert worden. Im Jahr 1958 wurden neue Metall-Kabinen angeschafft, diese liefen in dieser Ausführung bis 1974. Danach gab es wieder andere Gondeln und technische Anpassungen, welche bis 1996 hielten. Die vierte und bisher letzte Tafelberg-Seilbahn wurde, nach umfangreichen Veränderungsarbeiten, im Jahr 1997 in Betrieb genommen. Sie erhielt eine „Rotair“ 360° Panorama Kabine von der Garaventa AG (Doppelmayr Garaventa Gruppe) aus der Schweiz.

Die Transportkapazität der Gondeln wurde seit 1929 stetig verbessert, so dass sie von anfangs 20 Passagiere auf über 65 Personen pro Seilbahnkabine gesteigert werden konnte. Damit waren auch weitere Erneuerungsarbeiten an der Talstation, als auch an der Bergstation notwendig geworden, ohne diese jedoch grundlegend zu ersetzen.

Gut zu wissen, dass die ersten Original-Seilbahngondeln der Adolf Bleichert & Co. fast 30 Jahre unfallfrei in Betrieb waren, die bisher längste Zeit.

Die Tafelbergbahn (www.tablemountain.netgehört zu den sechs (6) Sehenswürdigkeiten (Cape Town Big 6) von Kapstadt (www.kapstadt.de) !

Und der Tafelberg (Südafrika) ist seit 2011 als eines der neuen sieben Naturweltwunder (Nature New 7 Wonders)  auserwählt worden !

Bemerkung:

Hier ist der Kalender im PDF-Format hinterlegt und kann von jedem interessierten eigenständig für die Selbstnutzung (ausgeschlossen kommerzielle Benutzung) auf „print-on-demand“ Basis über Kalender Online Anbieter (z.B. www.cewe-print.de) bestellt werden und zugesandt  bekommen.

PDF: Bleichert Kalender 2019 (deu.)

PDF: Bleichert Calendar 2019 (eng.) (englische Version)

Daten und Fakten:

Seilbahntechnik und Kabinen:

1. Personenseilbahn:    Adolf Bleichert & Co. (von 1929 bis 1958)

  • Betriebssystem: 2 Rechteck-Kabinen Pendelbahn (Bleichert-Zuegg System)
  • Fahrgeschwindigkeit: 5 m/s (Fahrzeit über 5 Minuten)
  • Förderleistung: Jede Gondel 20 Personen – 330 Passagiere pro Stunde

2. Personenseilbahn:    (von 1958 bis 1974) 2 Gondeln für je 23 Personen

3. Personenseilbahn:    (von 1974 bis 1996) 2 Gondeln für je 28 Personen

4. Personenseilbahn:    Garaventa AG (seit 1997)

  • Betriebssystem: 2 Rotair-Kabinen Pendelbahn (3S Dreiseil-Bahn System)
  • Fahrgeschwindigkeit: 10 m/s (Fahrzeit weniger als 5 Minuten)
  • Förderleistung: Jede Gondel 65 Personen – 800 Passagiere pro Stunde

Weitere technische Daten:

  • Längste Spannweite des Seils: 1.207 m. (keine Stützen)
  • Talstation: 363 Meter (ü.M.)
  • Bergstation: 1.067 Meter (ü.M.)
  • Höhenunterschied: 704 Meter

Auftragseingang bei Adolf Bleichert & Co. am 16 November 1926

Panoramabild über Kapstadt:

Kapstadt mit Sicht auf den Tafelberg (rechts an der Spitze ist die Tafelberg-Seilbahn)

Kapstadt und Tafelberg

 


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Bleichert – Kalender 2018

Der Bleichert Kalender 2018: Die Predigtstuhlbahn 

Zum Anlass ihres 90-jährigen Jubiläums (1928 – 2018) ist dieser Kalender der berühmten Predigtstuhlbahn gewidmet.

Sie ist die „Grand Dame der Alpen“ und gilt als die älteste im Original erhaltene und ganzjährig verkehrende Personenseilschwebebahn der Welt in Bad Reichenhall (Oberbayern/Deutschland)

Seit ihrer Inbetriebnahme am 1. Juli 1928 wurde die Seilbahn nie umgebaut oder grundlegend modernisiert, ausgenommen sicherheitstechnische Anpassungen.

Die Predigtstuhlbahn wurde von der einst weltweit führenden Seilbahnfirma aus Leipzig-Gohlis Adolf Bleichert & Co. – Personen-Drahtseilbahnbau GmbH (Bleichert Personenseilbahnen Auftragsregister: Bestellung 16.06.1927 – Anlage Nr. 3060) nach dem System „Bleichert-Zuegg“ erbaut.

Eine Sensation damals und ein unvergleichliches Vermächtnis heute sind die drei markanten Betonstützen und die zwölfeckigen „Pavillon“ Kabinen. Diese bieten Platz für 25 Passagiere und den Begleiter, dazu auch eine herrliche Panoramasicht.

Die Predigtstuhlbahn steht seit 2006 unter Denkmalschutz und wurde 2013 von der Josef & Merga Posch übernommen und seitdem, mitsamt Hotel und Gastronomie, betrieben.

Bemerkung:

Hier ist der Kalender im PDF-Format hinterlegt und kann von jedem interessierten eigenständig für die Selbstnutzung (ausgeschlossen kommerzielle Benutzung) auf „print-on-demand“ Basis über Kalender Online Anbieter (z.B. www.cewe-print.de) bestellt werden und zugesandt  bekommen.

PDF:  Bleichert Kalender 2018 (15 Seiten)

PDF:  Bleichert Calendar 2018 (eng.)  (deutsch/englische zweisprachige Version)

Daten und Fakten:

Seilbahntechnik und Kabinen:       Bleichert Personenseilbahn GmbH

Betriebssystem:                                 Bleichert-Zuegg

Fahrbahnlänge:                                 2.380 Meter

Längste Spannweite des Seils:       990 Meter

Talstation:                                          476 Meter (ü.M.)

Bergstation:                                        1.583 Meter (ü.M.)

Betonstützen (Höhe):                       3 (I: 22 Mt. – II: 32 Mt. – III: 9 Mt.)

Fahrgeschwindigkeit:                       3,5 bis 5 m/s

Förderleistung:                                  150 Passagiere pro Stunde

Fahrzeit:                                              8,5 Minuten

Steuerung:                                          Manuell durch Maschinisten

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Titelbild: Bleichert „Predigtstuhlbahn“ (Poster 1928)

Text u. Bilder: Hartmut von Bleichert

Gestaltung u. Reproduktion: Hartmut von Bleichert

Vorlagen für Reproduktionen: Verschiedene Autoren

Übersetzung ins englische des Kalenders: Rolf von Bleichert 

Die Predigtstuhlbahn in Bad Reichenhall (Oberbayern / Deutschland), eine der vielen Personenseilbahnen, die durch die im 20. Jahrhundert weltweit berühmteste Drahtseilbahnfirma Adolf Bleichert & Co. nach dem System Bleichert-Zuegg erbaut wurde.

Weitere Personenseilbahnen von Adolf Bleichert & Co. in Europa und Übersee erbaut:


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Bleichert – Kalender 2017

Der Bleichert Kalender 2017:

Bilder zur Bleichert „Eidechse“ – dem genialen Elektrokarren und Vorläufer des modernen Elektrogabelstaplers.

Der Elektrokarren „Eidechse“ der Firma Bleichert

Der Elektrokarren „Eidechse“ war ein niedriges Kleinfahrzeug auf vier Rädern mit Vollgummibereifung und einer Plattform als Transportfläche. Der Antrieb erfolgte durch zwei Motoren, die sich unter der Ladefläche in einem Kasten befanden und von Akkumulatoren gespeist wurden.

Der Elektrokarren konnte auch so gefahren werden, daß sich der Fahrerplatz mit der Schalt- und Bremseinrichtung vorn befand. Später gab es eine Vollverkleidung für den Fahrer, die sogar mit Dach versehen war.

Die Besonderheit der „Eidechse war die patentierte Trittbrettlenkung durch das Körpergewicht des Fahrers. Dieser bestimmte durch das Wippen des Trittbrettes die Fahrtrichtung. Die Fahrgeschwindigkeit betrug anfangs 8 km/h und wurde später auf 16 km/h gesteigert.

Die „Eidechse wurde anfangs in zwei Größen für 750 kg und 1.500 kg Nutzlast und in unterschiedlichen Bauarten hergestellt. Der Grundtyp war der Plattform-Elektrokarren (Baureihe EK).

Die Bezeichnung als „Eidechse leitete sich von der lebenden Eidechse ab und sollte die Wendigkeit beim Fahren ausdrücken. Der Elektrokarren wurde um 1920 entwickelt. 1923 ließ die Firma Bleichert beim Deutschen Patentamt in Berlin die Bezeichnung „Eidechse in die Warenzeichenrolle eintragen.

Eine erste ausführliche Beschreibung der „Eidechse befindet sich in der Festschrift von 1924 zum 50jährigen Jubiläum der Gründung der Firma Bleichert.

Die „Eidechse war vielseitig nutzbar. Sie kam vor allem im innerbetrieblichen Transport von Kleinteilen in Industriebetrieben, bei der Eisenbahn auf Bahnhöfen für den Gepäcktransport, bei der Post im Paketumschlag, in öffentlichen und kommunalen Einrichtungen (Krankenhäusern, Schlachthöfen, Molkereien) und in der Stadtreinigung zum Einsatz.

Die „Eidechse war weltbekannt. Sie dürfte neben der Drahtseilbahn das bekannteste Produkt der Firma Adolf Bleichert & Co. gewesen sein.

Heute ist dieses Transportmittel aus der Öffentlichkeit verschwunden.

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Nachdem der Bürgerverein Gohlis e.V.  keinen Bleichert Kalender 2017 entworfen hat, haben sich Bleichert Familienmitglieder entschlossen für das Kalenderjahr 2017 selber einen Bleichert Kalender herauszugeben. Das Thema viel auf die Produktsparte der Elektrokarren, die auch einen wichtigen Bestandteil in der leipziger Industrieproduktion hatten.

 

Titelbild: Bleichert „Eidechse“ Katalog 1936 (Breitkopf & Härtel – Leipzig)

Text u. s/w Fotos: Dr. Manfred Hötzel – Leipzig (Artikel zur „Eidechse“)         

Gestaltung und Reproduktion: Hartmut von Bleichert – Rom            

Vorlagen für Reproduktion: Privatarchiev Rolf von Bleichert, Florida USA

Herstellung: Press Up Srl – Rom

 

 

 


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Bleichert – Kalender 2016

Category : Familie

Der Bleichert Kalender 2016:

Bilder zur Geschichte der Firma Bleichert und den Bleichert – Ausstellungen.

Der neue Bleichert Kalender 2016 ist erschienen und beim Bürgerverein Gohlis käuflich erhältlich.  Auch für das nächste Jahr ist also ein Bleichert Kalender herausgegeben worden und damit die Weiterführung erst einmal gesichert.  Es wird erneut ein kleiner Querschnitt durch die Geschichte der Firma Bleichert geboten. Schwerpunkt ist aber diesmal die Arbeit mit der Bleichert-Geschichte, die vom Bürgerverein Gohlis seit über 15 Jahren geleistet wurde.

Einen erheblichen Anteil für das Gelingen und die Realisierung der nun schon über zehn (10) Bleichert – Kalender der Jahre von 2007 bis 2016 hatten der Bürgerverein Gohlis e.V. und der Förderverein Heinrich-Budde-Haus e.V.  beide aus Leipzig, aber vorallem auch Personen, die sich der Bleichert  Industriegeschichte persönlich und wissenschaftlich gewidmet haben.

Darunter sind besonders Herr Dr. Manfred Hötzel zu nennen, der in jahrelanger akribischer wissenschaftlicher Aufarbeitung, ein angemessenes Bild und Zuordnung der Erfindungen und technischen Entwicklungen bzw. ingenieurhaften Pionierleistungen des Firmengründers Adolf Bleichert und der Firma Adolf Bleichert & Co. , wie auch dessen Nachfolger Max von Bleichert und Paul von Bleichert, erarbeitet hat.

Nicht zu vergessen ist auch der stätige Beitrag von Dipl. Kfm. Rolf von Bleichert, Urenkel des Gründers Adolf Bleichert und heute ältestes Familienmitglied der Familie von Bleichert. der in langjähriger und konstatem Mitwirken, auch durch finanzielle Unterstützung, aus den USA, wo er mit seiner Frau und Familie lebt, an der musealen Sammlung mitgewirkt hat.

Wer Interesse an den Bleichert –  Kalender 2016 haben sollte, kann Anfragen bzw. Bestellungen per E-mai an den buergerverein.gohlis@gmail.com (Gohlis Info)  richten.

Link: Bürgerverein Gohlis e.V.

Kalender 2016 (Deckseite)


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Bleichert – Kalender 2015

Category : Familie

Der Bleichert Kalender 2015 :

Der diesjährige Bleichert Kalender beschäftigt sich mit der ausgiebigen (ehemaligen) Kunstsammlung des Konsul und Kommerzienrat Paul von Bleichert , Mitinhaber und Geschäftsführer der Bleichert & Co. Leipzig-Gohlis.

Paul von Bleichert wurde am 14. Mai 1877 in Leipzig als zweiter Sohn des Industriellen Adolf Bleichert (1845-1901) geboren.  Adolf Bleichert gründete 1874 eine Fabrik für den Bau von Drahtseilbahnen, deren Hauptsitz sich ab 1881 in Leipzig-Gohlis befand.

Nach einer dreijährigen kaufmännischen Lehre im Bremer Exporthaus H. Schütte arbeitete Paul von Bleichert zunächst für nord- und südamerikanische Unternehmen in New York, Brüssel und Paris, bevor er 1901 gemeinsam mit seinem Bruder Max (1875-1947) den väterlichen Betrieb übernahm. Unter ihrer Leitung entwickelte sich das Werk als „A. Bleichert & Co.“ zu einem der weltweit größten Produzenten von Transportanlagen. Für ihre wirtschaftlichen Verdienste erhob sie der sächsische König Friedrich August III. am 24. März 1918 in den erblichen Adelsstand.

Sowohl Max als auch Paul von Bleichert waren überaus künstlerisch interessierte und gebildete Persönlichkeiten. Sie engagierten sich aktiv im Leipziger Kunstleben, gehörten zu den Mitgliedern des Leipziger Kunstvereins, des Kunstgewerbevereins und der „Freunde des Kunstgewerbemuseums e.V. Leipzig“.  Kenntnerisch und leidenschaftlich betätigten sich beide als private Kunstsammler.

 

Kalender 2015 Paul von Bleichert

Paul von Bleichert Kustsammler

Link:  Studia-Instrumentorum/Orgel Klinga Kirche

PDF:  Ausstellung_Tag des offenen Denkmals_Klinga 2014    –    LVZ_19.09.2014


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